Drehstablager schmieren

Problem: Quietschende Hinterachse

Ein Problem waren quietschende Geräusche von der Hinterachse bei jeder kleinen Bodenwelle. Ich habe die Behebung lange Zeit vor mir hergeschoben, weil ich mit den Drehstäben keine Erfahrung hatte. Der Erbauer des Käfers hatte erzählt, dass er die Hinterachse mit Urethanalgern versehen hat. Die Lager müssen richtig mit Teflonfett geschmiert werden. Meine Vermutung war, dass dies wohl nicht passiert war.

Lösung: wer gut schmiert …

Ich habe mit der Beifahrerseite begonnen. Die Käferdrehstäbe haben zwei Lager, die innen und außen am Schwert angebracht sind. In der Serie bestehen sie aus Gummi. Will man eine steifere Hinterachse kann man diese durch Urethanlager ersetzen.

Zunächst sollte man die Position des Querlenkers markieren, um die Spureinstellung nachher wieder herstellen zu können. Ich habe zusätzlich noch ein bischen gelben Lack aufgetragen, damit man die Markierung besser sehen kann.01

Dann muss man die drei dicken Schrauben lösen. Nun kann der Deckel vor dem äußeren Drehstablager abschrauben. Ab jetzt sollte man Vorsicht mit dem Schwert walten lassen. Der Drehstab ist vorgespannt. Um an das innere Lager zu kommen, muss man den Drehstab entspannen, indem das Schwert vom unteren Anschlag gehebelt wird. Dazu nutzt man einen Hebel mit dem man vorsichtig das Schwert möglichst nah an der Drehachse anhebt und nach außen drückt. Schließlich schnappt das Schwert nach unten und der Drehtab lässt sich herausziehen. Die Position des Schwerts sollte man am Träger markieren, um einen Anhaltspunkt für den Einbau zu haben.02

Beim Herausziehen darauf achten, dass der Drehstab sich nur innen löst und außen in der Position bleibt. Das erleichtert den Einbau, da man nur die innere Lage anhand der Markierung auf dem Träger wiederhestellen muss.

Wie erwartet fand ich dahinter ein rotes Urethanlager ohne Schmierung. Nur Sand und ein klebriges schwarzes Zeug. Innen befand sich noch ein Gummilager. Vermutlich noch das Erste.

04

Immerhin konnte ich mir aufgrund dieser Erkenntnis damit auf der anderen Seite den Ausbau des Drehstabs ersparen. Also alles schön sauber gemacht, gefettet und wieder eingesetzt. Dabei muss man die Stellung des Drehstabs wieder finden, die zu der Markierung auf dem Träger passt.

Tipp: Bei der Montage sind längere Schrauben für den Drehstabdeckel sehr hilfreich bzw. ich wüsste nicht wie es ohne gegangen wäre. Versucht man nämlich zuerst das Schwert wieder zu spannen bekommt man den Deckel nicht mehr vor die Schraublöcher.

Also zuerst den Deckel mit den langen Schrauben und entspanntem Drehstab soweit anziehen, dass das Schwert innen am unteren Anschlag anliegt. Dann das Schwert mit einem Wagenheber nach oben drücken. Die Schrauben gleichmäßg anziehen und dann einzeln durch die kürzeren Schrauben ersetzen. Den Querlenke wieder in der markierten Position anschrauben. Fertig.

Auf der anderen Seite wartete dann doch noch eine Überraschung. Der Deckel des äußeren Lagers hatte ein herbes Rostloch, das bis in die Lagerfläche reichte. 05 06

Das Lager hatte an der Stelle amtlich gefressen.07

Glücklicherweise hatte ich noch einen anderen Deckel herumliegen. Ich hatte mir mal einen Satz Doppelschwerter für meinen luftgekühlten Käfer besorgt. Auf dieser Seite ersparte ich mir den Drehstab auszubauen. Nur säubern, fetten und neuen Deckel drauf. Fertig.

08

Ein RIESEN Unterschied. :o)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.